Ich gehöre zu denjenigen, die Vögel füttern. Manche sagen zwar, dass man damit die natürliche Auslese verhindert, aber ich denke, dass diese kleinen Gesellen unsere Hilfe dringend brauchen. Denn letztendlich sorgt mal wieder der Mensch dafür, dass ihre Lebensbedingungen immer schwieriger werden. Ich habe dabei tatsächlich auch die Erfahrung gemacht, dass die Vögel nicht einfach blind drauflosfuttern. Die Nachfrage richtet sich schon sehr deutlich danach, was je nach Jahreszeit oder Wetter tatsächlich sonst in der Natur im Angebot ist.
Abgesehen davon dass ich es einfach nur schön finde, ihnen zuzuschauen, bin ich immer wieder überrascht wie viele Arten sich bei mir einfinden. Sicher, einige kann ich benennen, das aber hauptsächlich nach ihrem Aussehen. Auf dem Titelbild siehst Du übrigens einen Kleiber, der gehört auch zu meinen Gästen. 💚
Ich freue mich zwar immer so sehr über ihren Gesang, dieses Vogelgezwitscher, das mich umgibt, wenn ich draußen bin – habe mich aber noch nie näher mit ihrer „Sprache“ beschäftigt.
Per Zufall bin ich vor einiger Zeit auf eine App gestoßen, mit der man Vogelstimmen bestimmen kann – die habe ich heute einfach mal ausprobiert, rein aus Neugier. Und hey – das war ein richtiger Augenöffner…
Ich habe mich einfach mal zehn Minuten in den Garten gesetzt und diese App nebenbei laufen lassen, also die Erkennungsfunktion dieser App. Erstens war ich wirklich beeindruckt, wie viele Vogelstimmen gehört wurden, es gibt sogar ein richtiges Frequenzprofil. Zweitens war diese App mit der Identifizierung sehr schnell. Innerhalb kürzester Zeit wurden mir 17 (siebzehn!) verschiedene Arten genannt, die gehört wurden. Ich meine, ich wusste zwar, dass bei mir so einige Tierarten ein Zuhause haben, aber…
Diese Arten werden einem mit Bild, Profil und Gesangbeispiel angezeigt. Und natürlich darf man selber entscheiden, ob das dieser Vogel gewesen sein könnte oder nicht. Das heißt, ein bisschen Kenntnis über die Vögel in seiner Umgebung darf man schon mitbringen, und einen Spatz von einer Taube unterscheiden sollte man vielleicht auch können… 😉
Aber sei’s drum. Ganz viele Vögel habe ich tatsächlich auch schon einmal gesehen an meinen Futterstellen oder am Himmel über meinem Garten. Und andere darf ich vielleicht einfach noch entdecken, wenn ich mal genauer hinschaue.

Ich möchte Euch heute einfach einladen, rauszugehen, die Augen aufzumachen, die Ohren aufzumachen, zu hören, zu riechen, zu sehen. Es gibt so unendlich viel zu entdecken – ich kann da einfach immer nur ins Schwärmen geraten… 🥰
Lasst Euch dabei gerne auch von guten Apps unterstützen. Nein, sie sind kein Alleilmittel – aber sie sind ein guter Einstieg. Und dann kann man mit guter Literatur noch tiefer eintauchen… 🌿





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