Achtsamkeit am Donnerstag
Warum ich diese Serie gestartet habe
In einer Welt voller Hektik und Ablenkungen verlieren wir oft das Wichtigste aus den Augen: den Moment, der gerade ist. Achtsamkeit hilft uns, wieder zu spüren, zu sehen, und den Moment mit allen Sinnen zu erleben – ohne Ablenkung, ohne Eile. Sie öffnet die Tür zu mehr Ruhe und Klarheit und lässt uns das Leben wieder ganz bewusst genießen.
Mir fällt immer wieder auf, wie viele Menschen im „Tun“ stecken, aber nie wirklich „da“ sind. Doch das muss nicht so bleiben.
Deshalb lade ich Dich ein, mit mir auf eine Reise zurück ins Hier und Jetzt zu gehen. Jeden Donnerstag findest Du hier kleine Impulse, die Dir helfen, den Moment zu spüren und achtsam durch den Alltag zu gehen. 🌿✨
Mein Impuls für heute:
Warum dein Gehirn auf Autopilot liest – und was dir dabei alles entgeht
Du liest. Jeden Tag. Nachrichten, Mails, Instagram-Captions, Einkaufszettel. Aber liest Du wirklich? Oder überfliegst Du nur, während Dein Kopf schon drei Themen weiter ist?
Die meisten von uns lesen im Autopilot-Modus. Unser Gehirn ist darauf trainiert, schnell zu sein – es überfliegt Texte, sucht nach bekannten Wörtern und vertrauten Mustern. Zack, zack, nächste Seite. Das spart Zeit – aber kostet Tiefe.
Was dabei verloren geht? Das echte Erleben von Sprache.
Nicht nur was gesagt wird, sondern wie es klingt.
Wie sich ein Satz anfühlt, wenn Du ihn wirklich auf Dich wirken lässt.
Ob ein Wort vielleicht kurz in Dir nachklingt.
Ob Du innehältst.
Ob Du spürst, was da steht – nicht nur mit dem Kopf, sondern auch mit dem Bauch.
Stell dir vor, Du liest langsamer. Du merkst: „Das ist ein kraftvolles Wort.“ Oder: „Das klingt weich.“ Oder: „Dieser Satz nervt mich gerade – warum eigentlich?“
Sprache wird dann zum Spiegel deines inneren Zustands. Und plötzlich merkst Du: Du bist wieder bei Dir. Nicht im Gedankenkarussell. Nicht in der nächsten Deadline. Einfach: hier.
Ein Mini-Experiment für heute:
Lies einen Absatz aus einem Text deiner Wahl (ja, auch aus einer E-Mail). Dann frag Dich:
– Was habe ich gerade wirklich verstanden?
– Wo war mein Kopf beim Lesen?
– Was hat mich berührt – und was habe ich ignoriert?
Klingt simpel? Ist es auch. Und doch ist es ein erster Schritt raus aus dem Autopiloten – und dem Gedankenkarussell…
Wortlaut
- Bevor Du zu lesen beginnst, sag Dir selbst: Ich bin ich Gedanken ganz beim Lesen. (Ja, das macht einen Unterschied…😉)
- Wähle einen kurzen Abschnitt und lies ihn absichtlich langsam. Stell Dir vor, Du würdest ihn laut vortragen (oder lies ihn tatsächlich laut). Achte dabei auf den Klang der Wörter, die Satzmelodie, Betonungen, Pausen
- Frag Dich nach dem Lesen: Was hat dieser Text in mir ausgelöst? Gibt es ein Wort, das hängen geblieben ist? Welche Stimmung hat der Abschnitt erzeugt?
- Vielleicht merkst Du, dass Dein Kopf schon wieder woanders ist. Dass Gedanken auftauchen oder Du beginnst, zu bewerten. Nimm es einfach zur Kenntnis – auch, wie schnell das passieren kann.
- Versuche zum Abschluss einmal, den Abschnitt, den Du gerade gelesen hast, in eigenen Worten zusammenzufassen. Nicht perfekt wiederholen – einfach so, wie Du ihn verstanden hast. Denn bewusstes (und achtsames) Lesen beginnt genau da, wo Du Dir erlaubst, selbst zu denken.
Zum Abschluss noch eine kleine Weisheit… 😉😊
Achtsamkeit ist kein Sprint, sondern eine Wanderung mit vielen kleinen Entdeckungen am Wegesrand. Ich freue mich, nächsten Donnerstag mit Dir weiterzugehen 💕





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