Achtsamkeit am Donnerstag
Warum ich diese Serie gestartet habe
In einer Welt voller Hektik und Ablenkungen verlieren wir oft das Wichtigste aus den Augen: den Moment, der gerade ist. Achtsamkeit hilft uns, wieder zu spüren, zu sehen, und den Moment mit allen Sinnen zu erleben – ohne Ablenkung, ohne Eile. Sie öffnet die Tür zu mehr Ruhe und Klarheit und lässt uns das Leben wieder ganz bewusst genießen.
Mir fällt immer wieder auf, wie viele Menschen im „Tun“ stecken, aber nie wirklich „da“ sind. Doch das muss nicht so bleiben.
Deshalb lade ich Dich ein, mit mir auf eine Reise zurück ins Hier und Jetzt zu gehen. Jeden Donnerstag findest Du hier kleine Impulse, die Dir helfen, den Moment zu spüren und achtsam durch den Alltag zu gehen. 🌿✨
Mein Impuls für heute:
Zwischentöne
Manchmal fliegt ein Satz wie ein Pfeil durch den Raum – und trifft dort, wo gar kein Ziel war.
Ein Missverständnis. Ein Stirnrunzeln. Ein verletzter Blick.
Und wir fragen uns: Wie konnte das passieren?
Im Alltag sprechen wir oft schneller, als wir hören. Antworten, bevor wir überhaupt verstanden haben. Wir greifen Worte auf wie Steine – und bauen uns daraus Mauern statt Brücken.
Heute lade ich Dich ein, innezuhalten. Lausche den Zwischentönen. Dem, was ein Gespräch erst zu echter Verbindung macht: Achtsamkeit.
Achtsamkeit beginnt nicht beim Antworten – sondern beim wirklichen Hinhören.
Beim Dableiben, auch wenn Worte uns irritieren.
Beim Nachspüren, bevor wir ein Urteil fällen.
Sie wohnt in den Pausen zwischen den Sätzen, in der Offenheit, nicht alles gleich verstehen zu müssen.
Und manchmal reicht ein stilles, präsentes Zuhören, damit sich ein Mensch wirklich gesehen fühlt.
Nicht jedes Missverständnis lässt sich vermeiden.
Aber mit einem offenen Herzen und wachen Ohren können wir vielen stillen Verletzungen vorbeugen.
Vielleicht geht es gar nicht darum, immer unbedingt alles richtig verstehen zu müssen – sondern bereit zu sein, immer wieder neu hinzuhören.
Stille Verbindung
- Bevor Du in einer Unterhaltung sprichst, nimm einen Atemzug. Und dann noch einen. Wo bist Du gerade – mit Deiner Aufmerksamkeit? Bist Du ganz da – oder schon beim nächsten Gedanken?
- Wenn Dir jemand etwas erzählt, stell Dir vor, Deine Ohren seien Mikrofone. Sie registrieren, aber deuten nichts. Nehmen nur auf – ohne zu werten.
- Wenn sich ein Gedanke meldet wie: „So ist das aber nicht!“ oder „Das ist doch übertrieben…“ – nimm ihn wahr, aber verfolge ihn nicht weiter. Du musst nichts beurteilen. Nur zuhören.
- Lass das Gegenüber aussprechen – ganz. Widersteh dem Impuls, innerlich schon zu antworten oder zu kontern. Manchmal offenbart sich das Wichtigste erst im letzten Satz.
- Wenn das Gespräch vorbei ist, bleib einen Moment bei Dir. Was hast Du wirklich gehört? Was hat Dich berührt – oder verwundert? Welche Worte klingen noch nach?
Zum Abschluss noch eine kleine Weisheit… 😉😊
Achtsamkeit ist kein Sprint, sondern eine Wanderung mit vielen kleinen Entdeckungen am Wegesrand. Ich freue mich, nächsten Donnerstag mit Dir weiterzugehen 💕





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