🌿 Willkommen in meinem kleinen digitalen Kräutercafé. Hier gibt’s Wildkräuter, Naturwissen, gedankliche Streifzüge und kleine Pausen fürs bewusste Hinsehen. Kommunikation auf Augenhöhe – und Gedanken zum Mitnehmen, wie auf einem guten Flohmarkt. Stöber Dich durch. Nimm mit, was Dir guttut. Und den Rest lässt Du einfach hier… 🌱💚

Nennt das Kind doch einfach mal beim Namen …


Beim Wäschewaschen benutze ich schon seit 20 Jahren keinen Weichspüler mehr – und auch in unserem Sprachgebrauch ist mir mittlerweile zu viel davon drin. 

Da wird relativiert, schöngeredet und verharmlost, was das Zeug hält. Als gäbe es einen Preis dafür, Positivismus zu verbreiten.

Klar muss der Fokus auf dem Guten liegen, sonst finden wir keine Lösungen und verlieren uns in einer negativen Dauerschleife… Und nein, ich halte auch nichts vom Gegenteil: ständigem Pessimismus, Unkerei und Schwarzseherei. 

Und selbstverständlich bringt es auch nichts, aus einer Mücke ständig einen Elefanten zu machen.  

Für mein Empfinden muss man aber inzwischen so sehr aufpassen, was man sagt – sonst landest Du schneller in einer Schublade als Du gucken kannst. 

Wenn Du sagst, Du wählst grün, wirst Du für einen realitätsfernen Spinner gehalten. Wenn Du sagst, ein paar englische Begriffe weniger in unserer Sprache würden es auch tun, weil wir selber eine schöne und reiche Sprache haben, bist Du gegen interkulturelle Begegnung. Wenn Du sagst, Du bevorzugst Stille und Rückzug statt ständig unter Menschen zu sein, giltst Du als Eigenbrötler und nicht teamfähig. 

Da hält man sich tatsächlich manchmal lieber zurück oder wählt die höfliche Sicherheitsvariante, damit sich niemand auf den Schlips getreten fühlt – da schließe ich mich jetzt auch gar nicht aus…

Klartext zu reden ist irgendwie komplett aus der Mode gekommen. Dabei gibt es im Deutschen sogar mehrere Sprichworte dafür, dass das nicht immer so war: “Das Kind beim Namen nennen”, “Butter bei die Fische”, “Tacheles reden”, “die Karten auf den Tisch legen”… 

Abgesehen davon, dass wir Gefahr laufen, dass bald niemand mehr weiß, wovon der andere vor lauter Andeutungen und Umschreibungen überhaupt spricht, kann dieser ganze, vielleicht manchmal auch gut gemeinte Positivismus sehr leicht dazu führen, dass sich jemand nicht ernst genommen fühlt, wenn er von einem Problem erzählt und Floskeln zu hören bekommt wie:

  • “Das darfst Du nicht so ernst nehmen.” 
  • “Sieh es positiv, wer weiß, wozu es gut ist.”
  • “Das darfst Du nicht so eng sehen”.
  • “Wird schon wieder.” 

In diesem Moment helfen Beschönigungen und Relativierungen dann nämlich überhaupt nicht weiter, das gießt dann eher Öl ins Feuer. Denn jeder kann nur selber wissen, wie sich eine Situation oder eine Sache für ihn anfühlt.

Wenn ich ein Problem habe, habe ich ein Problem und kein Thema oder Herausforderung.

Wenn ich Mist gebaut habe, habe ich Mist gebaut und nicht etwas suboptimal gelöst.

Und manchmal läuft etwas einfach nur richtig scheiße und nicht ungünstig…

Manchmal, wenn ich mich mit jemandem unterhalte und merke dass der andere nur um den heißen Brei herum redet, würde ich am liebsten sagen: “Spuck’s doch einfach aus…” 😉🌿



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…darf sich auch meine Arbeit wandeln und entwickeln. All das, was ich so unheimlich gerne an andere Menschen vermittle, findet jetzt ein Zuhause unter einem gemeinsamen Dach:

Weil Deine Natur nicht Funktionieren ist – sondern Du selbst zu sein🌱

Und nicht immer so, wie andere Dich gerne hätten.

Ich renoviere und erweitere meine Kurse und sortiere meine Hexenküche neu. Wenn Du schon mal einen kleinen Einblick bekommen möchtest, was auf Dich wartet, dann komm doch einfach mal in meinem Uteversum vorbei – ein Klick auf das Bild bringt Dich direkt dorthin! 🌿