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Ich vermisse das immer so sehr…

Ich möchte einfach mal meine Freude mit Euch teilen:

Heute ist ein Tag, an dem der Vorfrühling sehr laut an meine Tür geklopft hat. Ich wünschte, ihr könntet das jetzt hören und sehen. Ich habe meine Terrassentür offen. Die Vögel zwitschern, ein leiser Wind streicht durch meine Fichte. Vom Dach tropft es, weil der Rest Schnee schmilzt, die Sonne scheint, ich sehe erste Mücken tanzen, das Licht bekommt langsam wieder einen goldenen Schimmer… 🌿

Aber vor allem die frische Luft im Raum. So als würde auch frische Energie die Räume fluten. Man könnte mich wohl mit Fug und Recht als Frischluft-Fanatiker bezeichnen. Denn sobald die Temperaturen es zulassen, ist das erste, was ich mache wenn ich nach Hause komme oder am Wochenende, wenn ich aufstehe, Türen und Fenster aufzumachen und erst am Abend wieder zu schließen oder bevor ich ins Bett gehe.

Ich bin zwar, was Temperaturen angeht, schon einigermaßen unempfindlich. Aber bei Temperaturen im einstelligen Bereich oder Richtung der Nullgrad-Grenze bleibt es selbst bei mir nur bei täglichem Lüften. Und ja wenn es Minus 5 oder Minus 10 Grad hat, dann fällt auch das schon mal sehr kurz aus…

Aber es macht sich bemerkbar. Zum Beispiel schlafe ich (außer wenn es jetzt wirklich unter Null Grad geht) bei zumindest ein kleines bisschen geöffnetem Fenster. Und ich merke den Unterschied. Wenn das Fenster geschlossen ist, dann schlafe ich tatsächlich nicht so gut. Ich fühle mich nicht so erholt und der Kopf fühlt sich morgens nach dem Aufwachen einfach schwerer an. Die Konzentration leidet und mit frischer Luft steigt auch die Laune sofort…

Und das ist nicht nur mein subjektives Empfinden, das bestätigt auch die Wissenschaft. Moderne Bauweise mit technischen Belüftungssystemen soll das Lüften wohl überflüssig machen. Allerdings stellt sich mir da die Frage, ob diese mehr oder weniger unbewegte Raumluft überhaupt noch lebt…

Mal abgesehen von dem Gefühl von frischer Luft auf der Haut. Denn ja, ich mag meine Kuschelklamotten, flauschige Socken und Pulswärmer gehören zur Grundausstattung…

Aber wieder den direkten Kontakt mit Sonne und Wind zu fühlen, mit frischer Erde, frischem Gras unter den Füßen – als würde auch unsere Haut das Leben in der Natur aufnehmen und in unseren Körper transportieren. Bei offenem Fenster arbeiten, wenn der frische Wind um die Nase auch die Gedanken durchpustet…

Es herrscht Aufbruchsstimmung. Und mit dem Vorfrühling kommt auch die Lust wieder, kreativ zu werden. Mich zu bewegen, zu gestalten. Nach draußen zu gehen, mich auszubreiten.

Und ja, auch ich hatte im Spätherbst so den leisen Gedanken:  ach nee, jetzt dauert das wieder Monate bis das wieder so sein wird, ich habe keine Lust auf Dunkelheit und Kälte… 

Aber im Nachhinein stelle ich, wie meistens um diese Jahreszeit, fest, dass auch diese Zeit erstaunlich schnell herumgegangen ist und mit vielen so schönen Momenten gefüllt war. Gemütliche Abende mit Blick in den winterlichen Garten, Weihnachten, leckeres “Winteressen” wie Eintöpfe, Plätzchen, gehaltvolle Aufläufe…

Und nein, das ist jetzt auch keine nostalgische Schwärmerei. Denn natürlich geht auch für mich im Winter mein Arbeitsleben weiter und die Herausforderungen sind natürlich trotzdem da. Aber ich habe mir Raum für Rückzug geschaffen. Raum um Kraft und Energie zu sammeln, den Akku aufzuladen. Nicht immer einfach, ich weiß, aber wirklich machbar. 

Also sitze ich jetzt hier am PC, schaue nach draußen, genieße diese Atmosphäre von Vorfrühling  und freue mich auf die Projekte, die Frühjahr und Sommer mit sich bringen werden. Meinen Garten, neue Kurse an denen ich arbeite, die Prüfung zur Qigong-Trainerin – da geht was… 🌱💚



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2 Antworten zu „Ich vermisse das immer so sehr…“

  1. „ob diese mehr oder weniger unbewegte Raumluft überhaupt noch lebt…“
    Die Luft lebt nicht (mehr), aber alles was sie mal mitgebracht hat, als sie gerade frisch reingeweht kam.
    Schimmelsporen zum Bleistift!
    In friedlich stehender Luft fühlen sie sich zuhause und lassen sich nieder. Und dann ha-haa-haAATSCHIIII!!!!
    Schullijung, ich wollte sagen, dann haste den Salat.

    Das ist einer der Vorteile an wenig gedämmten Häusern oder meinem Lieblingshausbaumaterial: Holz-Fachwerk gefüllt mit Lehm.
    Ein ganz neues Lehmsgefühl dadrin!
    (Ich bin in einem aufgewachsen und kenne außerdem die co²mengen durch normalen Hausbau mit Beton)

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  2. P.s.: sei mutig. Schreibe kürzer.

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…darf sich auch meine Arbeit wandeln und entwickeln. All das, was ich so unheimlich gerne an andere Menschen vermittle, findet jetzt ein Zuhause unter einem gemeinsamen Dach:

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Und nicht immer so, wie andere Dich gerne hätten.

Ich renoviere und erweitere meine Kurse und sortiere meine Hexenküche neu. Wenn Du schon mal einen kleinen Einblick bekommen möchtest, was auf Dich wartet, dann komm doch einfach mal in meinem Uteversum vorbei – ein Klick auf das Bild bringt Dich direkt dorthin! 🌿