Imbolc – Das Fest des wiederkehrenden Lichts
In unserer modernen Welt werden die Jahreszeiten in vier Quartale, also jeweils drei Monate, eingeteilt. Das hat praktische Gründe, wie zum Beispiel die Vergleichbarkeit von Wetterdaten in der Klimawissenschaft, und hat jetzt weniger mit natürlichen Abläufen zu tun.
Astronomisch gesehen beginnt der Winter mit der Wintersonnenwende (um den 21. Dezember – das variiert jedes Jahr aufgrund der elliptischen Sonnenbahn um ein bis zwei Tage). und endet mit der Frühlingstag- und Nachtgleiche um den 21. März herum.
Auch bei den Kelten begann der Winter mit der Winter-Sonnenwende, also der Wiedergeburt des Lichts und der Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche, dem Zeitpunkt des Ausgleichs der Balance zwischen Dunkel und Licht und dem sichtbaren Erwachen des neuen Lebens in der Natur.
Nur am Rande: Die Kelten teilten das Jahr (neben den acht Jahreskreisfesten) in zwei Hälften ein: in die dunkle und die helle Jahreszeit. Die dunkle Jahreszeit begann an Samhain, also dem 31. Oktober, die helle Jahreszeit am 1. Mai, also Beltane. Und daher gehen manche irrtümlich davon aus, dass für die Kelten der Winter an Samhain begann…
Für sie und auch unsere Vorfahren, die sich (bzw. die Kirche…), die keltischen Feste ein Stück weit zu eigen gemacht haben, ist jetzt die Wintermitte. Die Kelten nannten dieses Fest Imbolc. Es war der Göttin Brigid gewidmet, die für schöpferische Kraft, Heilung, Inspiration und Verwandlung stand. Eines ihrer Symbole ist das Brigid-Kreuz, ein Schutzsymbol, geflochten aus Stroh ( das Titelbild zeigt Dir, wie es aussieht…) Es wird bis heute aus Stroh geflochtren, besonders im „keltischen Raum“ wie Irland, Schottland und der Bretagne.
In unserer christlichen Kultur kennen dieses Fest auch heute viele noch unter dem Namen Maria Lichtmess.
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Es ist eine Zeit des Aufbruchs. Vielleicht geht es euch ja genauso wie mir: Mit dem zunehmenden Licht habe ich auch mehr und mehr das Bedürfnis, Altes zurückzulassen und Neues in Angriff zu nehmen. Nach den Monaten des Rückzugs nach innen wieder nach draußen zu gehen, neue Projekte zu planen, mich umzuschauen und zu bewegen. Vor meinem geistigen Auge sehe ich schon meine gepflanzten Hochbeete, schmecke die ersten frischen Wildkräuter auf der Zunge (wobei ich heute aus meinen eingefrorenen Brennnesseln vom letzten Herbst eine sehr leckere Nudelsoße gezaubert habe…😉😋) Und spüre schon die ersten warmen Sonnenstrahlen auf meinen Armen im T-Shirt… 💚



Schaut mal, was ich heute schon in meinem Garten entdeckt habe…🌱💚
Mehr als der kalendarische Jahresbeginn ist diese Zeit um Imbolc herum für mich ein Neuanfang. Die Zeit, mich daran zu erinnern, wovon ich träume. Und zu überlegen, was ich selber tun kann, um diese Träume Wirklichkeit werden zu lassen. Genau wie in der Natur – alles ist möglich. Und ich habe es in der Hand – denn ich bin die Gestalterin… 🌿
Eine Sache, auf die ich mich immer ganz besonders freue, ist ganz praktischer Natur:
Fenster und Türen den ganzen Tag offen lassen, ohne dass das Haus zum Kühlschrank wird. Denn auch wenn ich im Winter zweimal am Tag kräftig lüfte in den Räumen, in denen ich mich aufhalte, ist es doch einfach nicht das Gleiche, als wenn ständig frische Luft um Deine Nase weht…
Mal ganz abgesehen davon, dass diese offenen Fenster und Türen meine Fellnasen-Gäste ( im Moment besuchen mich regelmäßig vier Samtpfoten… 😻) außerordentlich erfreuen… 💚





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