Frau Holle war nochmal richtig fleißig – Winter vom Feinsten… 😉☃️Februar ist halt noch kein Vorfrühling… Auch wenn ich so allmählich schon Lust auf Wärme und Garten hätte, freue ich mich an dem wunderschönen Bild draußen und mache es mir an meinem Schreibtisch richtig gemütlich. Der ist übrigens schön gestaltet, denn in einer angenehmen Umgebung kommt auch beim Arbeiten einfach was Besseres raus – aber darüber an anderer Stelle vielleicht mal mehr…






Und weil Winter und Entschleunigung für mich zusammengehören, kam mir bei dem Anblick die Idee zu diesem Beitrag.
Für mich gehört Kräutertee einfach zu meinem Leben dazu. Nicht nur wegen seiner tollen Eigenschaften, sondern weil auch die Zubereitung einen für einen Moment aus der Hektik und der Geschwindigkeit des Alltags herausholen kann…🌿
Es geht dabei nicht darum, alle Handgriffe einfach nur langsamer auszuführen – sondern aufmerksamer und nicht nur nebenbei.
Das fängt schon beim Wasserkochen an. Einfach mal dabeibleiben, anstatt etwas anderes zu erledigen, bis das Wasser soweit ist. Zu lauschen, wie sich das Geräusch des Wasserkochers verändert – ein sanftes Rauschen, das langsam lauter wird. Achte mal darauf: kurz bevor das Wasser kocht, verstummt es fast, man hört fast nichts mehr, bis das Blubbern des kochendes Wassers deutlich hörbar ist. Auf solche kleinen Veränderungen zu achten, bringt Dich direkt ins Hier und Jetzt…😉
Genauso suche ich mir meine Teekräuter aus: ich nehme mir die Zeit, gehe an meinen Dosen mit Kräutern entlang, höre in mich hinein, schnuppere auch mal daran und stelle mir dann meine Mischung zusammen. Ich suche mir eine schöne Kanne aus und gebe die zart knisternden (hör mal bewusst hin) Kräuter lose hinein. Auf diese Weise können sie frei im Wasser schwimmen – denn das beste Teesiebe ist, keines zu verwenden… Je besser die Kräuter von Wasser umflossen werden, desto besser können sie ihr Aroma und ihre wertvollen Inhaltsstoffe an das Wasser abgeben. Die meisten Teekannen haben ein integriertes kleines Sieb, das die Kräuter beim Ausgießen zurückhält, ansonsten tut’s da auch ein kleines Küchensieb.
Wenn die Pflanzenteile allerdings sehr fein sind, nehme ich ein Teesieb aus Glas mit viel Platz darin (z. B. so eines wie in meiner Ruhige-Momente-Box). Gekaufte Teebeutel nehme ich nur im Notfall, denn zum einen bilden die Kräuter darin im Wasser eine sehr kompakte Masse, zum anderen werden dafür leider sehr oft die beinahe pulverisierten Pflanzenteile verwendet, die am wenigsten Inhaltsstoffe enthalten, (wie z.B. die Stängel). Oft ist es auch der „Kräuterstaub“, der beim Abfüllen der ganzen Blätter und Blüten anfällt…
Am liebsten verwende ich eben diese ganzen Blätter und Blüten. Im Optimalfall sind sie auch selbst gesammelt (und das ist auch gar kein so großer Aufwand wie es sich anhört… 😉), oder ich beziehe sie von einem guten Kräuterhändler.
Beim Aufgießen lasse ich das heiße Wasser langsam in die Kanne laufen und schaue zu, wie die Farbe sich immer mehr verändert, wie feine Dämpfe aufsteigen und immer neue Muster bilden. Ich nehme auch nicht irgendeine Tasse aus dem Schrank, sondern suche mir bewusst eine besonders schöne oder eine mit einer Geschichte aus. Manche Tassen kommen bei mir eher während der kalten Jahreszeit zum Einsatz, andere sind mehr für die Sommermonate da (ja, auch da schmeckt Tee…) Jetzt bei diesen winterlichen Temperaturen ist es einfach schön, die Hände um die warme Tasse zu legen, sie zu wärmen und an dem frischen Tee zu schnuppern – es ist wirklich spannend, dass manche Kräuter einen ganz anderen Duft haben, wenn sie trocken sind, als später als aufgebrühter Tee. Und noch überraschender ist der auch mal noch ganz andere Geschmack…
Ihr merkt schon, zum Thema Tee wird mir noch das eine oder andere einfallen… 😊🍵🌿
Mit diesem Beitrag möchte ich Euch einfach mal zeigen, wie eine normale Alltagstätigkeit zu einer kleinen Auszeit werden kann – es braucht nicht immer große Vorbereitung oder enormen Zeitaufwand.
Vielleicht möchtest Du es auch mal ausprobieren! Nicht einfach nur Tee trinken, sondern ihn bewusst erleben – das funktioniert übrigens auch mit Kaffee…
Lauschen, beobachten, spüren, schmecken. Eine Tasse Achtsamkeit eben. 🍃





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